Ihr Erzeugerring vor Ort

Erzeugerring Mitgliedsbeitrag

Anfang bis Mitte Juli 2020 erfolgt der Einzug des Mitgliedsbeitrages. Der Erzeugerring-Beirat hat zum ersten Mal seit 2012 wieder eine Betragserhöhung beschlossen. Grund hierfür sind v.a. die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Personalkosten. Der neue Beitrag beträgt ab diesem Jahr 40,00 € Grundbeitrag + 0,30 €/ha Flächenbeitrag (je ha LN). In unserem Beitrag sind viele Grundleistungen, wie Rundschreiben, Beratungsfax, Versuchsheft, Hotline und Felderbegehungen, kostenlos enthalten. Wir sind überzeugt, dass wir diesen neuen Beitrag wieder für etliche Jahre stabil halten können.

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NEU: Pflanzenbau Beratungs-App ER-Mobil

  • Die aktuellsten Informationen rund um den Pflanzenbau direkt auf´s Handy - optimiert für Smartphones
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Als Erzeugerringmitglied ist die Nutzung von ER-Mobil im Jahr 2020 kostenlos!

Anleitung:

Suchen Sie im Playstore (Android) oder im Appstore (Apple) nach den Begriffen "ER-Mobil" oder „LKP App“ und laden sich dann ER-Mobil auf ihr Smartphone. Danach loggen sich mit den Zugangsdaten (Email + Passwort) vom Bodenportal ein. Bitte stören Sie sich nicht am Begriff „Modul kaufen“: ER-Mobil ist für Sie auf jeden Fall 2020 kostenlos.

Falls Sie noch nicht im Bodenportal registriert sind, werden sie dafür auf die Homepage (www.boden-bayern.de) zur Registrierung geleitet. Dort finden Sie auch eine ausführliche Anleitung, falls sie Probleme haben.

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Mittelfränkischer Kartoffelbautag 2020

Von links nach rechts:
Herbert Hechtel (EG Vorstand), Bernhard Flock, Hans-Jürgen Großberger, Gerhard Volkert, Reinhold Maurer, Norbert Henglein, Michael Winkler (hinten), Dieter Kleeflügel, Werner Wolf (AELF Roth) und Heiko Bernreuther (ER Vorstand).

Die mittelfränkischen Kartoffelanbauer blicken auf ein sehr schwieriges Anbaujahr zurück. Auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der EG Roth und des Erzeugerrings für Qualitätskartoffeln Mittelfranken, berichtete EG Vorsitzender Herbert Hechtel, dass bis zum Beginn der Hitze- und Trockenphase Mitte Juni die Bestände noch sehr gut entwickelt waren. Die folgenden Rekordtemperaturen und die bis August anhaltende Trockenheit überstanden viele Kartoffelbestände meist nicht. Vor allem frühere Sorten starben schon im Juli ab. Die Folge waren historische niedrige Erträge bei schlechten Sortierungen. Bei der jährlichen gemeinsamen Vorernterundfahrt von der EG mit dem Vertragspartner, der Firma Henglein aus Wassermungenau, ergab sich bei durchgeführten Proberodungen ein miserabler  Durchschnittsertrag von nur ca. 220 dt/ha. Dies war gegenüber dem bereits schlechten Vorjahr noch mal ein Minus von ca. 90 dt/ha. Die Einzelerträge schwankten dabei sehr stark, je nach Schlag oder Sorte zwischen 80 (!) und 480 dt/ha.

Die günstigen Rodebedingungen im September führten zu guten Ergebnissen bei den Bonituren im Rahmen der neutralen Qualitätskontrolle, berichtete der Erzeugerringgeschäftsführer Jürgen Reingruber. Im Durchschnitt aller mittelfränkischen Anlieferungen lagen die Gesamtmängel bei gerade mal 4,5 Prozent, was noch mal unter dem bereits guten Ergebnis des Vorjahres von 5,1 Prozent lag. Bei den Einzelmängeln stachen nur die Faulen Knollen mit dem hohen Durchschnittswert von 0,4 % heraus. Fäulnisprobleme hatten vor allem die späteren Sorten, wie z.B. Jelly. Durch die Trockenheit und Hitze im Sommer, gab es auch häufig Probleme mit Auswuchs, Wiederaustrieb und Kindelbildung. Dies könnte die Lagerfähigkeit einiger Partien noch beeinträchtigen.

Norbert Henglein, Inhaber und Geschäftsführer vom Vertragspartner der Firma Henglein, gab Einblick in das weiterhin schwierige Marktumfeld für Kartoffelfrischprodukte. Der Umsatz beim Hauptprodukt Kloßteig ist seit Jahren leicht rückläufig. Der Rückgang beim Kloßteig kann nur noch teilweise durch andere Kartoffelprodukte wie Schupfnudeln oder Gnocchi ausgeglichen werden. Insgesamt machen die Kartoffelprodukte nur noch ca. 30% am Gesamtumsatz aus, der Rest sind die reinen Teigwaren, wie Spätzle, Nudeln, Blätter/-Pizza-/Strudelteig, Dampfnudeln. Die Firma Henglein möchte weiterhin möglichst viele Kartoffeln aus der Region verarbeiten. Mit der Erzeugergemeinschaft Roth wurde deshalb ein Vertrag ausgehandelt, mit leichten Preiszuschlägen gegenüber den bisherigen Konditionen. Die Firma Henglein setzt weiter stark auf Regionalität, weshalb im neuen Anbauvertrag das bayrische Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem „Geprüfte Qualität Bayern“ (GQB) integriert wurde. Um die Biodiversität zu fördern, ist von den Vertragslandwirten zukünftig auch ein Blühstreifen an einem Kartoffelschlag anzulegen.

Die Ehrung der Kartoffelkönige wurde durch Norbert Henglein, Inhaber und Geschäftsführer der Firma Henglein durchgeführt. Dabei wurden folgende Landwirte ausgezeichnet:

Kategorie über 2.000 dt:

1. Platz: Großberger Hans-Jürgen (2,89 % Gesamtmängel),

2. Platz: Flock Bernhard - Hofstetten (2,91 %),

3. Platz: Kleeflügel Dieter – Beerbach (3,05 %).

Kategorie unter 2.000 dt:

1. Platz: Winkler Michael – Rothaurach (1,89 %),

2. Platz: Maurer Reinhold  – Moosbach (2,51 %),

3. Platz: Volkert Gerhard – Obersteinbach (2,92 %).

Die Gewinner erhielten Geld- und Sachpreise von der Firma Henglein

 

 

 

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Neue Ringwarte im Gebiet Rothenburg und Feuchtwangen – Georg Hörner geht in den Ruhestand

Zum 31. Oktober 2019 beendet unser langjähriger Ringwart Georg Hörner aus Bößennördlingen seine Tätigkeit als Ringwart beim Erzeugerring bzw. LKP. Georg Hörner ist seit ca. 30 Jahren Ringwart in den Altlandkreisen Rothenburg und Feuchtwangen. Er hatte die Tätigkeit von seinem Vater übernommen. Seit dem war er für alle Landwirte im Gebiet der Ansprechpartner für alle Dienstleistungen rund um den Boden, wie Standart-Bodenuntersuchung, DSN/Nmin Proben, Nährstoffbilanz, usw. Wir danken Georg Hörner für die geleistete Arbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.

Ab November gibt es für alle Landwirte im Hörner-Gebiet neue Ansprechpartner. Das Gebiet wird zwischen den Ringwarten Gerhard Link (bisher schon zuständig für Fürth, Altlandkreise Ansbach und Dinkelsbühl und teilweise Landkreis Roth) und Horst Hupp (Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim) aufgeteilt. Nachfolgend die neue Gebietsaufteilung:

 

Gerhard Link

Dürrenmungenau, Fischhaus 9, 91183 Abenberg, Tel. 09873/355, Email: G_Link@t-online.de 

Gemeinden:

Flachslanden, Lehrberg, Ansbach, Herrieden, Aurach, Feuchtwangen, Schnelldorf

 

Horst Hupp

Seenheim 26, 91465 Ergersheim, Tel. 09847/1882, info@erdapfel.net

 

Gemeinden:

Adelshofen, Buch a. W. Colmberg, Diebach, Dombühl, Gebsattel, Geslau, Insingen, Leutershausen, Neusitz, Oberdachstetten, Ohrenbach, Rothenburg, Schillingsfürst, Steinsfeld, Wettringen, Windelsbach, Wörnitz

 

Neben Standart-Bodenuntersuchung, DSN (Nmin), Nährstoffbilanz/Düngebedarfsermittlung, Gülle-/Festmistproben bieten beide Ringwarte auch GPS unterstützte maschinelle Bodenprobenahme an bzw. verfügen auch über Schlepperanbaugeräte zum Ausleihen.

Beide neue Ringwarte werden Kontakt mit Ihnen aufnehmen und sich vorstellen bzw. haben dies schon getan. Falls sie Fragen haben, können Sie sich gerne bei Ihrem neuen Ringwart oder der Ringgeschäftsstelle (0981/4817700) melden.

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Mitgliederversammlung bei der Saatzucht Breun

Am 25.06.2019 fand bei der Saatzucht Breun in Steinbach bei Herzogenaurach, die gemeinsame Mitgliederversammlung des Erzeugerrings für landw. pflanzliche Qualitätsprodukte e. V. und der Saatgetreide-Erzeuger-vereinigung Mfr. e. V. statt. Gastgeber und Geschäftsführer Martin Breun, betonte bei der Begrüßung, wie wichtig ihm der Kontakt mit Landwirten und auch allgemein Öffentlichkeitsarbeit ist. So können Landwirte bei Führungen im Betrieb erkennen, welcher enorme Aufwand dahinter steht, bis eine neue Sorte in den Markt eingeführt werden kann. Mittelständische Züchter wie Breun sind ein wichtiger Partner für die Landwirtschaft.

Im Erzeugerring sind gut 5.000 landwirtschaftliche Betriebe aus Mittelfranken organisiert. Der Ringvorstand Ingo Treiber (Rothenhof) sowie der Geschäftsführer Jürgen Reingruber informierten in ihren Tätigkeitsberichten über das Beratungs- und Dienstleistungsangebot des Erzeugerrings. Die Hauptaufgabe des Erzeugerrings ist die Information seiner Mitglieder zu allen Themen des Pflanzenbaus. Dies erfolgt schriftlich in Form des jährlichen Versuchsberichtshefts, sowie über regelmäßige Rundschreiben, Beratungsfaxe und Emails. Neben der Basisinformation über die Rundschreiben, lässt sich knapp die Hälfte der Mitglieder über das Beratungsfax beraten. Bei allen schriftlichen Informationen wird im Rahmen der Verbundberatung eng mit dem Fachzentrum Pflanzenbau vom AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ) Ansbach und seinem neutralen pflanzenbaulichen Versuchswesen zusammen gearbeitet. Des Weiteren steht den Mitgliedern eine Beratungshotline zur Verfügung und es werden kostenlose Felderbegehungen durch die Erzeugerring-Pflanzenbauberater angeboten. Für Landwirte die darüber hinaus Beratung benötigen, gibt es die einzelbetriebliche Beratung vor Ort.

Die Vermehrungsfläche in Mittelfranken ist, laut Jürgen Hufnagel (Fachzentrum Pflanzenbau Ansbach) seit Jahren relativ stabil bei ca. 1200 ha Saatgetreide. An der Spitze stehen Weizen, Wintergerste, Triticale und Sommergerste. Sehr schwankend ist die Vermehrung von Rotklee und Luzerne, Erbsen, Soja und Ackerbohnen. Der SGV Vorsitzende Friedrich Bauer sprach neben den Probleme der Vermehrung (unbefriedigende Erlössituation, hohe Unkosten, …) vor allem über die allgemeinen Akzeptanzprobleme der Landwirtschaft in Zeiten von Volksbegehren „Rettet die Bienen“ usw.

Anschließend folgte die sehr interessante Betriebsführung bei der Saatzucht Breun in drei Gruppen. Frau Dr. Hanemann erläuterte im firmeneigenen Labor Forschung und Züchtung. Dr. Ludwig Ramgraber gab einen Einblick die praktische Züchtungsarbeit im Gewächshaus und auf dem Feld. Betriebsleiter Stefan Schönleben stellte den landwirtschaftlichen Betrieb und die Saatgut-Aufbereitungsauflage vor. Beim anschließenden gemeinsamen Mittagsessen, gab es noch viele angeregte Gespräche zwischen Besuchern und Martin Breun und seinen Mitarbeitern. Wir bedanken uns hiermit noch mal bei der Saatzucht Breun für die Gastfreundschaft und für den interessanten Tag.

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Neuer Pflanzenbauberater beim Erzeugerring

Seit 01. März 2019 verstärkt mit Steffen Schindler ein neuer Berater unser Team in Mittelfranken. Steffen Schindler ist Diplomlandwirt FH und aktiver Landwirt. Er hat vorher im Bereich landwirtschaftliches Versuchwesen und zuletzt als Betriebsleiter auf einem lw. Betrieb gearbeitet. Wohnhaft ist er in der Gegend von Herrieden, sein Haupteinsatzgebiet wird im südlichen und östlichen Mittelfranken liegen.

Beraterübersicht Team Mittelfranken 2019

 

 

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Mitgliederversammlung ER: Robotertechnik anstatt chemischer Pflanzenschutz?

 

Am 10.12.2018 fand in der sehr gut besuchten Rezathalle Ansbach die gemeinsame Mitgliederversammlung des Erzeugerrings für landw. pflanzliche Qualitätsprodukte e. V. und der Saatgetreide-Erzeuger-vereinigung Mfr. e. V. statt. Im Erzeugerring sind gut 5.300 landwirtschaftliche Betriebe aus Mittelfranken organisiert. Der Ringvorstand Ingo Treiber (Rothenhof) sowie der Geschäftsführer Jürgen Reingruber informierten in ihren Tätigkeitsberichten über das Beratungs- und Dienstleistungsangebot des Erzeugerrings. Die Hauptaufgabe des Erzeugerrings ist die Information seiner Mitglieder zu allen Themen des Pflanzenbaus. Dies erfolgt schriftlich in Form des jährlichen Versuchsberichtshefts, sowie über regelmäßige Rundschreiben, Beratungsfaxe und Emails. Neben der Basisinformation über die Rundschreiben, lässt sich knapp die Hälfte der Mitglieder über das Beratungsfax beraten. Bei allen schriftlichen Informationen wird im Rahmen der Verbundberatung eng mit dem Fachzentrum Pflanzenbau vom AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ) Ansbach und seinem neutralen pflanzenbaulichen Versuchswesen zusammen gearbeitet. Des Weiteren steht den Mitgliedern eine Beratungshotline zur Verfügung und es werden kostenlose Felderbegehungen durch die Erzeugerring-Pflanzenbauberater angeboten. Für Landwirte die darüber hinaus Beratung benötigen, gibt es die einzelbetriebliche Beratung vor Ort. Eine Herausforderung für alle Landwirte, ist seit 2018 die neue Düngeverordnung, im Zuge derer die Landwirte zahlreiche neue Auflagen und Dokumentationspflichten erfüllen müssen. Vor der ersten Düngung z.B. müssen alle Landwirte eine schriftliche Düngeplanung erstellen. Hilfestellung bietet der Erzeugerring mit seinem neuen Bodenportal www.boden-bayern.de. Dort können Landwirte kostenlos selbständig alle Berechnungen und Anforderungen der neuen Düngeverordnung erledigen, wie Düngeplanung, Nährstoffbilanz, Stoff-Strom-Bilanz, usw.

Die Vermehrungsfläche in Mittelfranken ist, laut Hans Hausmann (Fachzentrum Pflanzenbau Ansbach) seit Jahren relativ stabil bei ca. 1200 ha Saatgetreide. An der Spitze stehen Weizen, Wintergerste, Triticale und Sommergerste. Zunehmend ist die Vermehrung von Rotklee und Luzerne, während Erbsen, Soja und Ackerbohnen kaum noch eine Rolle spielen. Der SGV Vorsitzende Friedrich Bauer sprach offen über die Probleme der Vermehrung. Demnach ist die Erlössituation seit vielen Jahren unbefriedigend, während die Unkosten v.a. für Basissaatgut und Zertifizierungen immer weiter steigen.

Im Hauptvortrag referierte Klaus Gehring – LFL Freising (Institut für Pflanzenschutz, Herbologie) zum momentan brandaktuellen Thema „Die Zukunft der Ungras- und Unkrautbekämpfung zwischen Resistenzen, Hacke und Robotern". Im Zuge der Diskussion um den Wirkstoff Glyphosat ist der chemische Pflanzenschutz momentan generell in die Diskussion gekommen. Historisch gesehen, war eine erfolgreiche Unkrautbekämpfung immer ein wichtiges ackerbauliches Element um bestmögliche Erträge zu erzielen bzw. auch, um sich gegen Totalausfälle absichern zu können. Durch die chemische Unkrautbekämpfung, konnte die konventionelle Landwirtschaft dies in den letzten Jahrzehnten auf eine sehr einfach Art und Weise effizient und wirtschaftlich durchführen. Allerdings haben sich in den letzten Jahren die gesellschaftlichen Ansprüche an die Landwirtschaft massiv gewandelt. So wird v.a. in den Medien gefordert, dass Landwirtschaft auch umweltverträglich und nachhaltig sein muss.

Der Referent zeigte in seinem Vortrag verschiedenste Möglichkeiten auf, wie bereits jetzt und in Zukunft die chemische Unkrautbekämpfung ganz oder teilweise ersetzt werden könnte. Dies beginnt mit den vielfältigen Möglichkeiten der mechanischen Unkrautbekämpfung, wo z.B. mit neuer Sensortechnik mittlerweile Unkraut nicht nur zwischen sondern auch in der Reihe bekämpft werden kann. In näherer Zukunft könnte vor allem die Robotertechnik Einzug in die Landwirtschaft halten. Unter dem Schlagwort „Landwirtschaft 4.0“ wird momentan viel geforscht und entwickelt in Richtung satellitengestützter Systeme bis hin zu autonomen Robotern zur Unkrautbekämpfung. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, welche Entwicklungen sich bis zur Praxistauglichkeit durchsetzen und dann auch für die breite Landwirtschaft (wirtschaftlich) interessant werden?

 

 

Neuer Pflanzenbauberater beim Erzeugerring

Unser langjähriger Pflanzenbauberater Erwin Klein hat leider seine Tätigkeit für den Erzeugerring Mittelfranken zum 30.6.2018 beendet, da seine immer umfangreichere Tätigkeit auf dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb auf Dauer nicht mit der Beratertätigkeit beim Erzeugerring vereinbar ist. Wir danken Erwin Klein für die geleistete Arbeit und wünschen ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg.

Ab Mitte September haben wir als Nachfolger von Erwin Klein und als Verstärkung für unser mittelfränkisches Beratungsteam Herrn Jürgen Unsleber aus Aub-Baldersheim (Dreiländereck: Unter-, Mittelfranken, Baden-Württemberg) als neuen Berater eingestellt. Herr Unsleber ist Diplomlandwirt FH. In seiner bisherigen Laufbahn hat Herr Unsleber lange Zeit als Pflanzenschutzberater im privaten Landhandel gearbeitet, bzw. hatte er zuletzt diverse Lehraufträge im Bereich Pflanzenbau in Triesdorf, sowie die Betreuung eines bundesweiten Projekts zum Sojaanbau. Er ist ein erfahrener Pflanzenbauberater, der zusätzlich auch noch viel Praxiserfahrung vom eigenem Nebenerwerbs-Ackerbaubetrieb mitbringt. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit beim Erzeugerring wird im zentralen und nordwestlichen Mittelfranken liegen.

 

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Aktuelles aus der Erzeugerringberatung: Maiszünsler – erste Eigelege im Fangkäfig – optimaler Insektizidtermin naht

Erwartungsgemäß ist der Zuflug des Maiszünslers an den lauen Abenden der letzten beiden Tage (19.-21.06.) wieder deutlicher angestiegen. Wir haben nun in unserem Fangkäfig am gestrigen Mittwoch auch die ersten Eigelege gefunden. Die angekündigte Abkühlung zum Wochenende hin wird allerdings wieder für eine kurze Delle im Zuflug sorgen, bevor dann für kommende Woche mit wieder deutlich ansteigenden und stabil hohen Temperaturen zu rechnen ist. Der Flughöhepunkt ist in diesem Jahr damit mehr auseinandergezogen als im vergangenen Jahr.

Die zweite Trichogramma-Ausbringung wird im Laufe der kommenden Woche (KW 26) erfolgen. Die Insektizidbehandlung sollte bevorzugt in der kommenden Woche (KW 26) durchgeführt werden, am besten zum Ende der Woche hin, falls die angekündigte stabile Hochdrucklage solange anhält. Auf normalen Lagen werden auch Behandlungen Anfang der KW 27 noch gute Wirkungen bringen. Behandlungen noch in dieser Woche (KW 25) sind allenfalls auf den sehr frühen Lagen (z.B. Bad Windsheimer Bucht) möglich und wenn dort der Mais schon die Masse der Blätter geschoben hat. In unseren Versuchen hat sich das Produkt Coragen (125 ml/ha) mit Abstand auf hohem Niveau bewährt. Wer mit eigener, „normaler“ Technik behandelt, kann ein Umknicken der Maispflanzen reduzieren, wenn er nach einem oder besser mehreren warmen und trockenen Tagen in den Abendstunden fährt, da dann der Mais meist elastischer ist. Eine Behandlung wird vorrangig in Lagen mit stärkerem Befall im vergangenen Jahr empfohlen, vor allem wenn in der Flur die Maisstoppeln nicht überall untergepflügt wurden. Körnermais sollte in Befallslagen grundsätzlich behandelt werden. Beachten Sie den Bienenschutz.

Der Zusatz eines Fungizids erbrachte in unseren bayernweiten, mehrjährigen Versuchen in den empfohlenen Sorten keinen Ertragseffekt, auch eine Reduzierung der Mykotoxine konnte nicht belegt werden. Der Einsatz eines Fungizids wird daher von unserer Seite nicht empfohlen.

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Wichtig! Getreidelager gründlich vorbereiten!

Bis zur Getreideernte sollte eine Reinigung der Getreidelager erfolgen. Vor allem Staub und Altgetreide an bzw. auf den Lagerwänden muss sorgfältig entfernt werden, da diese Ablagerungen ideale Brutplätze für Lagerschädlinge sind. Ansonsten werden eingesetzte chemische Mittel an die Staubablagerung gebunden, was die Wirkung vermindern kann. Deshalb die Lagerräume noch vor der Ernte mit dem Besen und/oder Industriestaubsauger gründlich reinigen, auf Lagerschädlinge überprüfen und, falls notwendig, Bekämpfungsmaßnahmen durchführen! Mangelnde Sorgfalt führt zu starker Zunahme mit Lagerschädlingen. Folgende chemische Maßnahmen zum Vorratsschutz zur Behandlung von Getreide sind möglich (gilt nicht für Ökobetriebe): K-Obiol EC 25 wirkt gegen kriechende Insekten wie Kornkäfer, Reismehlkäfer, Getreidekapuziner, Getreideplattkäfer und fliegende Insekten wie z.B. die Getreidemotte. Behandlung (Spritzapplikation) in Leeräumen mit K-Obiol EC 25: Poröser Untergrund: 60 ml/10 l Wasser/100 m². Glatte Oberfläche: 60 ml/5 l Wasser/100 m². Behandlung von Getreide (auf den Fördergutstrom) mit K-Obiol EC 25: 10 ml K-Obiol in 990 ml Wasser für 1.000 kg Getreide = bis 6 Monate Schutz; 20 ml K-Obiol in 980 ml Wasser für 1.000 kg Getreide = bis 12 Monate Schutz. K-Obiol EC 25 darf maximal einmal pro Jahr eingesetzt werden.

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Aktuelles aus der Erzeugerringberatung: Aktuelle Vegetationsperiode für Maßnahmen im Grünland nutzen

Jedes Jahr im Sommer können im Grünland lückige Bestände beobachtet werden. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Z.B. können zu zu tief eingestellte Erntegeräte Lücken verursachen, wie auch die Gemeine Rispe, welche in Trockenphasen ausgebrannt ist. Bestände mit einem Anteil von über 15% gemeiner Rispe in der Narbe, gelten als sanierungswürdig. Gemeine Rispe ist zu erkennen am muffig riechenden Filz, der aufgrund der flachen Durchwurzelung sehr gut ausgerissen werden kann. Der Ertrag der Gemeinen Rispe fällt nach dem ersten Schnitt stark ab.

Im August nach einem Schnitt ergeben sich erfahrungsgemäß gute Zeitfenster um eine Nachsaat  oder auch eine solche Sanierungsmaßnahme durchzuführen.

In der Regel findet eine Sanierung von Flächen mit gemeiner Rispe mittels scharfem Striegeln mit einem Grünlandstriegel statt. Dieser sollte scharf eingestellt werden um den oben beschriebenen Rispenfilz aus der vorhandenen Grünlandnarbe „auszukämmen“. Hierfür muss ein Zeitfenster von maximal einer Woche nach dem Schnitt genutzt werden. Wenn länger gewartet wird, behindert die dann wieder geschobene Altnarbe, die Striegelarbeit.

Folgende Dinge sind beim Striegeln zu beachten:

  • Krümelfähiger Boden; nicht zu nass und nicht zu trocken

  • Rispe muss sich ausstriegeln lassen

  • Mehrere Überfahrten in unterschiedliche Richtungen

  • In der Regel Abschwaden und Abfahren des ausgerechten Rispenfilzes

Erfahrungen zeigen, dass bei hohem Besatz mit gem. Rispe bis zu 5 Überfahrten - in Einzelfällen sogar mehr - in Verbindung mit einem zweimaligen Abschwaden und Abfahren notwendig werden!

Wurde die Rispe bis auf wenige Prozentanteile Rest ausgerecht, folgt in einer weiteren Überfahrt die Nachsaat. Geeignete Saatgutmischungen für bayrische Standorte stellen die BQSM-Mischungen dar. Hier können für verschiedene Standorte unterschiedliche Mischungen gewählt werden. Weitere Informationen hierzu finden sie unter: http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ipz/dateien/faltblatt_bqsm_2017.pdf

Die Aufwandmenge an Saatgut richtet sich immer nach dem Lückenanteil in der übrig gebliebenen Narbe. Anhaltswerte sind 15 kg/ha bei ca. 25% Lücken bis hin zu 35 kg/ha Saatgut bei 80 % Lückenanteil.

Ein nachfolgender Walzgang mit einer Cambridgewalze stellt den Bodenschluss des oben aufliegenden Saatgutes her und ist in den meisten Fällen zu empfehlen.

Fazit:

  • August bis Anfang September ist ein geeigneter Zeitraum für eine Sanierung oder Nachsaat im Grünland.

  • Um eine Nachsaat erfolgreich etablieren zu können, müssen ausreichend Lücken im Bestand vorhanden sein.

  • Beim Ausstriegeln, muss eine gewisse Erfahrung bei der Einstellung der Technik und der Anzahl der Überfahrten vorhanden sein.

  • Die Auswahl der geeigneten Mischung hängt von Standort, Nutzung- u. Düngungsintensität, Wasserversorgung, u. a. Kriterien ab.

  • Der größte Risikofaktor für eine erfolgreiche Maßnahme ist das Wetter (Trockenheit!)

  • Die Berater vom Erzeugerring stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung!!!

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Am  Donnerstag, dem 22. Juni 2017 fand unsere alljährliche Mitgliederversammlung, dieses Jahr bei der Saatzuchtwirtschaft Streng, Aspachhof/Uffenheim, statt.

 Folgende Tagesordnungspunkte waren vorgesehen:

1. Begrüßung 

2. Tätigkeitsberichte der Vorsitzenden, Verbandsbetreuung und Geschäftsführung

3. Kassenberichte und Voranschläge

4. Entlastung der Vorstände

5. Wahlen zum Vorstand und Beirat bei der Saatgetreideerzeugervereinigung Mfr. e.V.

6. Sonstiges, Wünsche und Anträge

7. Besichtigung der Saatzucht Streng-Engelen, mit Führung durch die Feldversuche und Sortenpräsentation anlässlich des Jubiläumsfeldtags der IG Pflanzenzucht

Anschließend: Einladung der Saatzucht Streng zu einem kleinen Mittagsimbiss.

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Aktuelles aus der Erzeugerrinberatung - Weizen

 

Fungizidbehandlungen abschließen – auf Fusarium achten

Die meisten Winterweizenbestände befinden sich mittlerweile im Ährenschieben, frühe sogar schon in der Blüte. In diesen Stadien ist ein besonderes Augenmerk auf Fusarium zu richten. Bei Vorfrucht Mais ist wegen möglicher Fusariuminfektionen die Witterung genau zu beobachten. Beste Bedingungen für eine Fusariuminfektion herrschen, wenn zum Zeitpunkt der Blüte (BBCH 61 bis 69) Regen (ab 2 mm/m2) fällt. Eine Abschätzung dahingehend muss schlagspezifisch durchgeführt werden. Sind Staubbeutel an den Ähren sichtbar und es hat bei den vorherrschenden milden Temperaturen geregnet, so ist unmittelbar nach dem Regenereignis (max. 48 Stunden später) eine Spritzung gegen Fusarium durchzuführen. Insbesondere bei anfälligen Sorten wie z. B. JB Asano, Julius oder Rebell sollte eine Behandlung mit fusarium-wirksamen Präparaten wie Osiris, Prosaro, Input Classic, Soleil oder Ampera erfolgen. Diese kann ab Blühbeginn, d.h. wenn erste Staubbeutel sichtbar werden, durchgeführt werden. Die besten Erfolge gegen Fusarium werden erzielt, wenn die Behandlung infektionsnah, d.h. kurz vor oder innerhalb weniger Tage nach einem Regen über 2mm durchgeführt wird. Es ist zu beachten, dass die Toxinbildung mit einer Spritzung unter optimalen Bedingungen und passendem Spritzzeitpunkt nur um maximal 70 % reduziert werden kann. Das Getreidehähnchen tritt derzeit unterschiedlich stark auf. Die Schadschwelle liegt bei 0,5 – 1.0 Larven je Fahnenblatt. Diese wird aber in vielen Beständen nicht erreicht, sodass eine Behandlung in den wenigsten Fällen notwendig ist. Grundsätzlich wäre der Einsatz eines Pyrethroides möglich, wenn dies aufgrund starken Befalls unbedingt erforderlich ist.

Blattläuse in Erbsen und Ackerbohnen

Kontrollieren Sie Erbsen und Ackerbohnen jetzt verstärkt auf Blattläuse, die in Erbsen häufig zu spät wahrgenommen werden, da sie versteckt in den noch nicht geöffneten Blättern bzw. Blüten sitzen. Behandlungen sind bei Befallsbeginn mit z.B. 300 g/ha Pirimor sinnvoll. In Erbsen tritt auch relativ häufig der Erbsenwickler auf, dessen Larven in der Hülse die Körner ausfressen. Hier hat sich eine Behandlung mit Karate Zeon, Hunter, Kaiso Sorbie, Trafo WG (alle B4) oder Fury 10 EW (B2) bewährt, wenn die ersten Hülsen im unteren Bereich angesetzt werden. Bevorzugen Sie B4-Mittel und setzen Sie auch diese in von Bienen beflogenen Beständen erst nach dem täglichen Bienenflug ein.

Aktuelles aus der Erzgerringberatung

Herbizideinsatz Mais

Mais befindet sich im Auflauf bis hin zum 4-Blatt-Stadium. Durch die Bodenfeuchte sind teilweise auch die Unkräuter rasch aufgelaufen. Frühzeitige Herbizidmaßnahmen mit Blatt- und Bodenwirkung haben sich bewährt und sind daher anzuraten. In frühen Beständen macht die Unkrautbekämpfung jetzt Sinn. Befinden sich die Unkräuter erst am Spitzen oder wird mit mehr Besatz gerechnet, sollte mit der Behandlung noch gewartet werden. Die Blattwirkung der Produkte wird dann besser ausgenutzt.

Auf durchlässigen Sandböden und im Jurakarst sollen wegen Gewässerschutz keine Präparate mit S-Metolachlor oder Terbuthylazin verwendet werden. Wird auf solchen Standorten mit Storchschnabel gerechnet sollten Bodenherbizide wie z.B. Spectrum Aqua Pack, Spectrum im Auflauf des Maises und der Unkräutern vorgelegt werden.

Weizen

Weit entwickelte Winterweizenbestände erreichen das BBCH 49 ( Blattscheide öffnet sich). Auf vielen Standorten bewegt sich der Winterweizen im Fahnenblattstdium (BBCH 37- 39). Gelbrost wurde bisher nur in Anfälligen Sorten wie z.B. JB Asano und Kerubino gefunden und sollten weiterhin intensiv beobachtet werden. Septoria tritici Infektionen sind bei  trockener Witterung momentan nicht zu erwarten. Distelbekämpfung im Weizen ist bis zum Stadium 39 mit einen Wuchstoff U46 M möglich! 

 

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Aktuelles aus der Erzeugerringberatung – Fungizidmaßnahmen im Getreide

 

Aufgrund der wechselhaften Witterung mit kalten Nächten mit zum Teil Nachtfrösten und warmen Tagen zeigen manche Getreidearten, beziehungsweiße Sorten physiologische Stresssymptome. Dies reicht von kleinen rundlichen Blattaufhellungen bis zu braun-violetten Blattflecken. Dabei fehlt jedoch die typische Pilzstruktur im Inneren. Es fällt auch auf, dass nur eine oder zwei Blattetagen betroffen sind und neues Blattmaterial wieder gesund zugewachsen ist. Bitte verwechseln sie diese Symptome nicht mit Blattkrankheiten, die zu unnötigen Fungizidmaßnahmen führen. Lassen sie sich dabei nicht vom Handel verrückt machen.

Krankheitssituation in Wintergerste.

Vielerorts ist das Fahnenblatt der Wintergerste schon voll geschoben (BBCH 39), bzw. sind schon die ersten Grannen sichtbar (BBCH 49). Dies ist der ideale Termin für eine Einmalbehandlung. Nun gilt es die obersten drei Blätter gesund zu halten. Wichtig ist dabei, eine Mischung mit 1,2 – 1,5 l/ha Credo oder 1,5 – 1,8 l/ha Amistar Opti jeweil Plus Partner (wie im RS Nr. 5 beschrieben) zu fahren. Dadurch wird eine gute Dauerleistung gegen Ramularia gesichert. Wurde in den Beständen eine Fungizidvorlage gefahren, sollte bis zum Beginn des Ährenschiebens die zweite Behandlung erfolgen. Wo noch Wachstumsreglereinsätze nötig sind, können diese bei Bedarf in BBCH 39 z.B. mit 0,3-0,4 l/ha Moddus u.a., 0,4-0,5 kg/ha Prodax bzw. Medax Top + Turbo oder 0,3-0,5 l/ha Cerone/Camposan in unbehandelten zweizeiligen Sorten erfolgen. Zur Nachbehandlung bis zum Grannenspitzen (BBCH 49) eignet sich z.B. 0,2-0,3 l/ha Cerone/Camposan. Als Notbremse in bisher unbehandelten, stark lagergefährdeten Beständen (viel Gülle, mehrzeilige Sorten) kann die Mischung 0,3 l/ha Medax Top + Turbo + 0,2-0,3 l/ha Cerone in BBCH 37/39 bei derzeit ausreichender Wasserversorgung zum Einsatz kommen.

Krankheitssituation in Winterweizen

Weizen befindet sich meist in BBCH 32. Eine Vorlage ist nur in Beständen sinnvoll, in denen auf den unteren Blättern deutlicher Septoriabefall vorliegt. Am ehesten bei frühen Saatterminen. Kontrollieren sie anfällige Sorten wie z.B. JB Asano auf Gelbrostbefall. Eine genaue Empfehlung für die Vorbehandlung entehmen sie bitte dem RS Nr. 5. Für spät gesäte Bestände ohne Gelbrost, oder in septoriagesunden Beständen in denen man selbst auf den alten Blättern kaum Befall findet besteht noch kein Handlungsbedarf.

Eine Übersicht über die amtlichen Monitoringergebnisse finden sie in folgendem Link

https://www.lfl.bayern.de/ips/warndienst/index.php?fontsize=-1

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Aktuelles aus der Erzeugerringberatung - Mais und Wachstumsregler

Auswirkungen der kühlen Witterung auf den Mais

Nach einer Phase mit warmer Witterung von Ende März bis Ostern sind die Temperaturen mittlerweile wieder deutlich gefallen. Dies brachte bereits einige verlockende Bedingungen zur Bestellung und Aussaat der Maisflächen mit sich. Die Frostnächte der letzten Woche führten zu einer erheblichen Abkühlung der Böden. Teilweise hielten die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt über mehrere Stunden an. Somit wurden auflaufende Bestände verzögert und die oberen Zentimeter des Bodens kühlten stark aus. Der Wetterprognose für die nächsten Tage zufolge ist noch nicht mit deutlich steigenden Temperaturen zu rechnen.

Zum Keimen benötigt der Mais eine Bodentemperatur von mindestens 8 °C. Dieser Wert wird aufgrund der Witterung nicht erreicht. Bestände, die erst vor kurzem gesät wurden und noch nicht gekeimt haben, werden noch in der Keimruhe verbleiben bis die Bodentemperaturen wieder über 8 °C steigen. Allerdings wird unter feuchten Bodenbedingungen das Saatkorn bereits Quellen. Sollte die kühle Witterung länger anhalten, kann die Triebkraft und Keimfähigkeit des Saatgutes negativ beeinflusst werden. Somit ist unter Umständen mit einem verminderten Feldaufgang zu rechnen.

Sollte das Maissaatgut bereits gekeimt haben, besteht die Gefahr, dass sich die Keimlinge verdrehen. Der Keimling wächst der Wärme entgegen. Wenn die Temperaturen im Boden höher sind als an der Bodenoberfläche, entwickelt sich dieser nach unten anstatt nach oben. Bei steigenden Temperaturen, kehrt sich dieses Phänomen wieder um und der Keimling wächst wieder in die richtige Richtung. Weil aber der Keimling zum Auflaufen auf die Reserven aus dem Maiskorn angewiesen ist, kann es sein, dass die Triebkraft nicht mehr ausreicht um die Bodenoberfläche zu durchstoßen. Betroffene Flächen sollten daher genau beobachtet werden, wenn die Temperaturen wieder steigen.

Aktuelle Bodentemperaturen können hier abgerufen werden.

 

Wachstumsreglereinsatz bei Wintergerste und Roggen

Verpassen Sie nicht die Termine für einen effektiven Einsatz von Wachstumsreglern. Bedingt durch die kalten Temperaturen war der termingerechte Einsatz bei den frühen Winterungen wie Wintergerste und Roggen nicht immer möglich. Vor allem in Beständen, die vor Ostern EC 31/32 noch nicht erreicht hatten, bot sich kein optimaler Witterungsabschnitt für einen optimalen Einsatz. Mit der Erwärmung wird sich die Entwicklung jedoch stark beschleunigen. Bis EC 37 kann noch effektiv eingekürzt werden, spätere Termine zum Grannenspitzen bringen in lagergefährdeten Beständen nur noch einen unzureichenden Effekt auf die Pflanzenlänge. Wo noch Wachstumsreglermaßnahmen in wüchsigen Wintergetreidebeständen nötig sind, können diese nach Abklingen der Nachtfröste mit der angekündigten Erwärmung erfolgen.

 

 

 

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Aktuelles aus der Erzeugerringberatung - Wachstumsregler bei gut entwickelten Wintergetreide im 1 – 2 Knoten-Stadium nicht versäumen (Kopie 1)

 

Wintergetreide befindet sich momentan im Stadium Schossen. In den nächsten Tagen erreichen die meisten Bestände das ein- bzw. zwei Knotenstadium (BBCH 31-32). Wachstumsregler zu diesem Termin eingesetzt, bringen eine gute halmstabilisierende Wirkung, da die beiden unteren Internodien eingekürzt werden. Die vorhergesagten Temperaturen von maximal 8 – 14° C sind für einen guten Behandlungserfolg der meisten Wachstumsregler etwas zu niedrig. Nutzen Sie deshalb für die Anwendung nach Möglichkeit sonnige Stunden. In Wintergerste wird als erste Maßnahme der Einsatz von Prodax, Medax Top oder ein Trinexapac Produkt wie z.B.: Moddus, Calma, Countdown usw. empfohlen. Ab BBCH 39 (Fahnenblatt voll entwickelt) bis BBCH 49 (Grannenspitzen) kann bei Bedarf ein ethephonhaltiger Wachstumsregler wie z. B. Camposan Extra oder Cerone nachgelegt werden. In mastigen Winterweizenbeständen, in denen CCC vorgelegt wurde kann während des ein- bis zwei Knoten-Stadiums Prodax, Medax Top, oder Trinexapac (Moddus, Calma, Countdown usw.) folgen. Fehlt die Vorbehandlung, so können die genannten Wachstumsregler zusammen mit CCC als Tankmischung im BBCH 31 eingesetzt werden. In Winterroggen mit einer guten Nährstoff- und Wasserversorgung sollte im BBCH 31-32 ein Prodax oder Trinexapac (Moddus, Calma, Countdown usw.) alleine oder in Kombination mit CCC eingesetzt werden. In Wintertriticale können im BBCH 31 mit CCC bzw. Prodax, Medax Top, oder Trinexapac (Moddus, Calma, Countdown usw.) die unteren Internodien eingekürzt werden. Arten- und Sortenspezifische Aufwandmengen von Wachstumsreglern können im Grünen Versuchsheft nachgelesen werden.

Aktuelles aus der Erzeugerringberatung

Mittlerweile hat das Wachstum auf den meisten Flächen deutlich eingesetzt. Lediglich die kalten Nächte haben die Kulturen noch etwas eingebremst.

Auf Standorten, auf denen Unkräuter und Ungräser aufgelaufen sind sollten die geeigneten Tage dieser Woche genutzt werden. Es gilt jedoch den Wind zu beachten und gerade bei Anwendungen mit Atlantis ist eine ausrechende Luftfeuchtigkeit (mind. 60 %) wichtig. In der Regel ist diese morgens und abends höher als über Mittag.

Auf spät gesäten Standorten, die noch nicht so weit entwickelt sind und auf denen noch kaum Ungräser und Unkräuter zu finden sind, sollte mit dem Herbizideinsatz bis Mitte bzw. Ende der Bestockung abgewartet werden.

Den Raps gilt es zu kontrollieren, denn in dieser Woche wird der letzte Termin für eine Nachbehandlung gegen Kamille, Klette, Kornblume und evtl. Distel erreicht sein. Wenn die Knospen frei liegen kann es zu Schäden an der Kultur kommen. Wurde im Herbst schon Runway auf der Fläche eingesetzt kann aufgrund der Auflage NG 350 kein Effigo, Lontrel oder anderes Clopyralid-haltiges Mittel mehr eingesetzt werden. Ist noch Ackerfuchsschwanz vorhanden, sollte dieser auf resistenzgefährdeten Standorten vorzugsweise mit 1,5-2,0 l/ha Focus Ultra + 1,5-2,0 l/ha Dash (Focus Aktiv Pack) beseitigt werden.

Der Zuflug an Stängelrüssler wird diese Woche zum Abschluss kommen.

Eigene Gelbschalen im Bestand liefern die besten Aussagen über die Situation vor Ort. Die Fangzahlen schwankten auch dieses Jahr wieder sehr stark in den Regionen. Bitte achten Sie darauf, diese mit einem engmaschigen Gitter abzudecken (max. 8 x 8 mm). Die Bekämpfungsschwelle liegt bei 10 – 15 gefangenen Käfern in 3 Tagen.

Gute Bedingungen für eine Behandlung zeichnen sich für den Freitag 31.3. ab. Wird weiter abgewartet, kann der früh zugeflogene Stängelrüssler nicht mehr mit erfasst werden. Da meist auch schon Glanzkäfer unterwegs sind ist Trebon 30 EC (B2) das Mittel der Wahl.

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Aktuelles aus der Erzeugerringberatung - Herbizideinsatz bei Getreide im Frühjahr

Im Laufe dieser Woche könnten sich erste Behandlungsmöglichkeiten in unbehandeltem Wintergetreide ergeben.

Falls die Befahrbarkeit gegeben ist, sollten Sie günstige Witterungsbedingungen nutzen. Hier ist vor Allem darauf zu achten, dass unmittelbar vor und nach der Behandlung kein Nachtfrost mehr kommt und Wachstum sichtbar ist.

Wenn die Masse der Ungräser in gut entwickelten Beständen aufgelaufen ist, insbesondere Standorte mit stärkerem Besatz von schwer bekämpfbarer Fuchsschwanz-Population (Problemstandorte, Stichwort Resistenz), haben sich frühzeitige Anwendungen bewährt.

Kontrollieren Sie daher zuerst bis Anfang Oktober gesäte Wintergetreideflächen und behandeln Sie hier rechtzeitig sobald günstige Anwendungsbedingungen herrschen. Auf zahlreichen Flächen, die wegen späterer Saat oder schlechten Wachstumsbedingungen im Herbst bisher keinen oder nur einen geringen Ungras- und Unkrautauflauf zeigen, sollte noch etwas abgewartet werden.

 

Ebenfalls zu kontrollieren sind Bestände, die bereits im Herbst behandelt wurden, ob die Herbstbehandlungen ausreichend gewirkt haben oder sich eventuelle Nachläufer zeigen. Hier kann eine Nachbehandlung auf Teilflächen notwendig werden.

Achten Sie bei allen Herbizid-Einsätzen auch auf die Ansprüche der Präparate, insbesondere auf die relative Luftfeuchte. Bei einer kühlen Ostwindlage herrscht oft nur eine geringe relative Luftfeuchte von unter 50%, optimal sind Werte über 60%. Vor allem Atlantis kann hierauf mit Wirkungseinbußen reagieren. Aber auch andere blattaktive Mittel profitieren von einer optimalen Luftfeuchte. Beachten Sie diese Behandlungsansprüche und kontrollieren Sie gegebenenfalls die Luftfeuchte. Behandlungen am Vormittag oder gegen Abend können hier eventuell bessere Bedingungen bieten. 

Weitere Informationen über Wirkungseinstufungen, geeignete Mischungen oder Sonderfälle erhalten Sie in unseren Erzeugerring Rundschreiben, Beratungsfax oder über Ihren Pflanzenbauberater.

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