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Agrar-Steuerfokus<br>Zuckerrübenlieferrechte verlängert bis 2017

Im Gegensatz zur Milchquote findet für Zuckerrübenlieferrechte im Bereich der Südzucker AG keine Buchwertabspaltung von Grund und Boden statt. Das ist durch die Finanzrechtsprechung bereits entschieden.

Die unentgeltlich zugeteilten Zuckerrübenlieferrechte als immaterielle Wirtschaftsgüter stehen nur dann in den Bilanzen der Landwirte, wenn sie diese zugekauft haben. Die Frage ist allerdings, wie die Käufer ihre Anschaffungskosten für die Lieferrechte steuermindernd berücksichtigen können. Während sich die Finanzverwaltung unverändert gegen eine lineare Abschreibung dieser Aufwendungen stemmt, ist unstrittig, dass aufgrund des Auslaufens der Rechte zunächst zum 30. September von einem nachhaltigen Werteverfall auszugehen ist, der zumindest zu einer steuerlichen Teilwertabschreibung führt. Die Verlängerung der Zuckermarktordnung um zwei Jahre bis zum 30. September 2017 führt allerdings zu der Frage, ob darüber neu nachzudenken ist beziehunsweise ob dies eine Veränderung der vorzunehmenden Teilwertabschreibungen bedeutet. Nach ersten Aussagen der Finanzverwaltung soll jedoch das Hinausschieben des Endzeitpunkts für die Zuckermarktordnung keine Veränderung dahingehend bringen, dass die Lieferrechte nicht doch bereits bis zum 30. September vollständig abzuschreiben sind.

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