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| ER-Mittelfranken

Frostschäden in Wintergerste

Seit Mitte letzter Woche häufen sich Meldungen über Gerstenbestände, bei denen die Ähren nicht richtig einkörnen. Im nördlichen und westlichen Mittelfranken scheinen die Schäden deutlich größer zu sein als im Süden und Osten. Die Spanne reicht von einzelnen Ähren, bei denen einzelne Spindelstufen taub sind (sog. Laternenblütigkeit) bis hin zu Beständen, in denen ein großer Teil der Ähren nur ein paar wenige befruchtete Spindelstufen aufweist. Die geschädigten Spindelstufen sind zu erkennen, wenn man die Ähre ins Licht hält: Spelzen, durch die das Licht hindurchschimmert, sind nicht befruchtet und werden auch kein Korn ausbilden. Drückt man diese Spelzen zusammen, so tritt kein wässrig-milchiger Saft bzw. keine teigige Masse aus. Grund dafür waren die kalten Minustemperaturen am Morgen des 12. Mai. Schäden treten jetzt an solchen Be-ständen auf, welche zu diesem Zeitpunkt in oder kurz vor der Blüte standen.
Der Ertragsverlust kann bei nur einzelnen leeren Spelzen durch eine größere Sortierung der benachbarten Körner weitgehend ausgeglichen werden. Ähren, welche keine oder nur wenige befruchtete Spindelstufen auf-weisen, werden aber auch keinen oder nur wenig Ertrag liefern. Die Schäden werden momentan deutlicher sichtbar, da die leeren Spelzen braun werden und absterben, während die befruchteten Spindelstufen weiter-wachsen.


Die Entscheidung über eine Verwertung als Ganzpflanzensilage steht jetzt, bis Anfang nächster Woche an. Schauen Sie sich Ihre Wintergersten-Bestände genau an: Die Situation kann von Schlag zu Schlag und auch innerhalb des Schlages variieren. Durch Auszählungen an mehreren Stellen sollte der prozentuale Anteil der Schädigung abgeschätzt werden. Letztlich ist dann je nach Grad der Schädigung zu entscheiden, ob der Bestand stehen bleibt und gedroschen oder ob er als Ganzpflanzensilage (GPS) geerntet wird.

Neben dem Grad der Schädigung sind folgende Punkte zu beachten:

  • Wird die Gerste im Betrieb als Futtermittel benötigt?
  • Wird das Stroh im Betrieb benötigt?
  • Bei GPS-Verkauf: welcher Preis kann erzielt werden
  • Wie soll die Silage verwertet werden? Eine Nutzung als Biogassubstrat ist unproblematisch; bei Verfütte-rung, an Milchvieh, ist jedoch zu bedenken, dass bei den meisten Fungiziden und Wachstumsreglern die War-tezeit nur bei einer Nutzung der Körner eingehalten wird.
  • Was soll nachgebaut werden? Mais als Zweitfrucht verursacht Kosten für Bodenbearbeitung, Saatgut und Pflanzenschutz und benötigt hohe und regelmäßige Niederschlagsmengen sowie im Herbst gute Abreifebedin-gungen, um bei einer Saat Ende Mai/Anfang Juni noch brauchbare Erträge zu liefern. Im Futterbaubetrieb kann es daher vernünftiger sein, auf Kleegras-Gemenge als Zweit- bzw. Zwischenfrucht zu setzen, da die-ses auch noch im Juli gesät werden kann.