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Mittelfränkischer Kartoffelbautag 2020

Die mittelfränkischen Kartoffelanbauer blicken auf ein sehr schwieriges Anbaujahr zurück. Auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der EG Roth und des Erzeugerrings für Qualitätskartoffeln Mittelfranken, berichtete EG Vorsitzender Herbert Hechtel, dass bis zum Beginn der Hitze- und Trockenphase Mitte Juni die Bestände noch sehr gut entwickelt waren. Die folgenden Rekordtemperaturen und die bis August anhaltende Trockenheit überstanden viele Kartoffelbestände meist nicht. Vor allem frühere Sorten starben schon im Juli ab. Die Folge waren historische niedrige Erträge bei schlechten Sortierungen. Bei der jährlichen gemeinsamen Vorernterundfahrt von der EG mit dem Vertragspartner, der Firma Henglein aus Wassermungenau, ergab sich bei durchgeführten Proberodungen ein miserabler  Durchschnittsertrag von nur ca. 220 dt/ha. Dies war gegenüber dem bereits schlechten Vorjahr noch mal ein Minus von ca. 90 dt/ha. Die Einzelerträge schwankten dabei sehr stark, je nach Schlag oder Sorte zwischen 80 (!) und 480 dt/ha.

Die günstigen Rodebedingungen im September führten zu guten Ergebnissen bei den Bonituren im Rahmen der neutralen Qualitätskontrolle, berichtete der Erzeugerringgeschäftsführer Jürgen Reingruber. Im Durchschnitt aller mittelfränkischen Anlieferungen lagen die Gesamtmängel bei gerade mal 4,5 Prozent, was noch mal unter dem bereits guten Ergebnis des Vorjahres von 5,1 Prozent lag. Bei den Einzelmängeln stachen nur die Faulen Knollen mit dem hohen Durchschnittswert von 0,4 % heraus. Fäulnisprobleme hatten vor allem die späteren Sorten, wie z.B. Jelly. Durch die Trockenheit und Hitze im Sommer, gab es auch häufig Probleme mit Auswuchs, Wiederaustrieb und Kindelbildung. Dies könnte die Lagerfähigkeit einiger Partien noch beeinträchtigen.

Norbert Henglein, Inhaber und Geschäftsführer vom Vertragspartner der Firma Henglein, gab Einblick in das weiterhin schwierige Marktumfeld für Kartoffelfrischprodukte. Der Umsatz beim Hauptprodukt Kloßteig ist seit Jahren leicht rückläufig. Der Rückgang beim Kloßteig kann nur noch teilweise durch andere Kartoffelprodukte wie Schupfnudeln oder Gnocchi ausgeglichen werden. Insgesamt machen die Kartoffelprodukte nur noch ca. 30% am Gesamtumsatz aus, der Rest sind die reinen Teigwaren, wie Spätzle, Nudeln, Blätter/-Pizza-/Strudelteig, Dampfnudeln. Die Firma Henglein möchte weiterhin möglichst viele Kartoffeln aus der Region verarbeiten. Mit der Erzeugergemeinschaft Roth wurde deshalb ein Vertrag ausgehandelt, mit leichten Preiszuschlägen gegenüber den bisherigen Konditionen. Die Firma Henglein setzt weiter stark auf Regionalität, weshalb im neuen Anbauvertrag das bayrische Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem „Geprüfte Qualität Bayern“ (GQB) integriert wurde. Um die Biodiversität zu fördern, ist von den Vertragslandwirten zukünftig auch ein Blühstreifen an einem Kartoffelschlag anzulegen.

Die Ehrung der Kartoffelkönige wurde durch Norbert Henglein, Inhaber und Geschäftsführer der Firma Henglein durchgeführt. Dabei wurden folgende Landwirte ausgezeichnet:

Kategorie über 2.000 dt:

1. Platz: Großberger Hans-Jürgen (2,89 % Gesamtmängel),

2. Platz: Flock Bernhard - Hofstetten (2,91 %),

3. Platz: Kleeflügel Dieter – Beerbach (3,05 %).

Kategorie unter 2.000 dt:

1. Platz: Winkler Michael – Rothaurach (1,89 %),

2. Platz: Maurer Reinhold  – Moosbach (2,51 %),

3. Platz: Volkert Gerhard – Obersteinbach (2,92 %).

Die Gewinner erhielten Geld- und Sachpreise von der Firma Henglein