Ihr Erzeugerring vor Ort

Aktuelles aus der Erzeugerringberatung: Aktuelle Vegetationsperiode für Maßnahmen im Grünland nutzen

Jedes Jahr im Sommer können im Grünland lückige Bestände beobachtet werden. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Z.B. können zu zu tief eingestellte Erntegeräte Lücken verursachen, wie auch die Gemeine Rispe, welche in Trockenphasen ausgebrannt ist. Bestände mit einem Anteil von über 15% gemeiner Rispe in der Narbe, gelten als sanierungswürdig. Gemeine Rispe ist zu erkennen am muffig riechenden Filz, der aufgrund der flachen Durchwurzelung sehr gut ausgerissen werden kann. Der Ertrag der Gemeinen Rispe fällt nach dem ersten Schnitt stark ab.

Im August nach einem Schnitt ergeben sich erfahrungsgemäß gute Zeitfenster um eine Nachsaat  oder auch eine solche Sanierungsmaßnahme durchzuführen.

In der Regel findet eine Sanierung von Flächen mit gemeiner Rispe mittels scharfem Striegeln mit einem Grünlandstriegel statt. Dieser sollte scharf eingestellt werden um den oben beschriebenen Rispenfilz aus der vorhandenen Grünlandnarbe „auszukämmen“. Hierfür muss ein Zeitfenster von maximal einer Woche nach dem Schnitt genutzt werden. Wenn länger gewartet wird, behindert die dann wieder geschobene Altnarbe, die Striegelarbeit.

Folgende Dinge sind beim Striegeln zu beachten:

  • Krümelfähiger Boden; nicht zu nass und nicht zu trocken

  • Rispe muss sich ausstriegeln lassen

  • Mehrere Überfahrten in unterschiedliche Richtungen

  • In der Regel Abschwaden und Abfahren des ausgerechten Rispenfilzes

Erfahrungen zeigen, dass bei hohem Besatz mit gem. Rispe bis zu 5 Überfahrten - in Einzelfällen sogar mehr - in Verbindung mit einem zweimaligen Abschwaden und Abfahren notwendig werden!

Wurde die Rispe bis auf wenige Prozentanteile Rest ausgerecht, folgt in einer weiteren Überfahrt die Nachsaat. Geeignete Saatgutmischungen für bayrische Standorte stellen die BQSM-Mischungen dar. Hier können für verschiedene Standorte unterschiedliche Mischungen gewählt werden. Weitere Informationen hierzu finden sie unter: http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ipz/dateien/faltblatt_bqsm_2017.pdf

Die Aufwandmenge an Saatgut richtet sich immer nach dem Lückenanteil in der übrig gebliebenen Narbe. Anhaltswerte sind 15 kg/ha bei ca. 25% Lücken bis hin zu 35 kg/ha Saatgut bei 80 % Lückenanteil.

Ein nachfolgender Walzgang mit einer Cambridgewalze stellt den Bodenschluss des oben aufliegenden Saatgutes her und ist in den meisten Fällen zu empfehlen.

Fazit:

  • August bis Anfang September ist ein geeigneter Zeitraum für eine Sanierung oder Nachsaat im Grünland.

  • Um eine Nachsaat erfolgreich etablieren zu können, müssen ausreichend Lücken im Bestand vorhanden sein.

  • Beim Ausstriegeln, muss eine gewisse Erfahrung bei der Einstellung der Technik und der Anzahl der Überfahrten vorhanden sein.

  • Die Auswahl der geeigneten Mischung hängt von Standort, Nutzung- u. Düngungsintensität, Wasserversorgung, u. a. Kriterien ab.

  • Der größte Risikofaktor für eine erfolgreiche Maßnahme ist das Wetter (Trockenheit!)

  • Die Berater vom Erzeugerring stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung!!!

Nach oben

Wichtig! Getreidelager gründlich vorbereiten!

Bis zur Getreideernte sollte eine Reinigung der Getreidelager erfolgen. Vor allem Staub und Altgetreide an bzw. auf den Lagerwänden muss sorgfältig entfernt werden, da diese Ablagerungen ideale Brutplätze für Lagerschädlinge sind. Ansonsten werden eingesetzte chemische Mittel an die Staubablagerung gebunden, was die Wirkung vermindern kann. Deshalb die Lagerräume noch vor der Ernte mit dem Besen und/oder Industriestaubsauger gründlich reinigen, auf Lagerschädlinge überprüfen und, falls notwendig, Bekämpfungsmaßnahmen durchführen! Mangelnde Sorgfalt führt zu starker Zunahme mit Lagerschädlingen. Folgende chemische Maßnahmen zum Vorratsschutz zur Behandlung von Getreide sind möglich (gilt nicht für Ökobetriebe): K-Obiol EC 25 wirkt gegen kriechende Insekten wie Kornkäfer, Reismehlkäfer, Getreidekapuziner, Getreideplattkäfer und fliegende Insekten wie z.B. die Getreidemotte. Behandlung (Spritzapplikation) in Leeräumen mit K-Obiol EC 25: Poröser Untergrund: 60 ml/10 l Wasser/100 m². Glatte Oberfläche: 60 ml/5 l Wasser/100 m². Behandlung von Getreide (auf den Fördergutstrom) mit K-Obiol EC 25: 10 ml K-Obiol in 990 ml Wasser für 1.000 kg Getreide = bis 6 Monate Schutz; 20 ml K-Obiol in 980 ml Wasser für 1.000 kg Getreide = bis 12 Monate Schutz. K-Obiol EC 25 darf maximal einmal pro Jahr eingesetzt werden.

Am  Donnerstag, dem 22. Juni 2017 fand unsere alljährliche Mitgliederversammlung, dieses Jahr bei der Saatzuchtwirtschaft Streng, Aspachhof/Uffenheim, statt.

 Folgende Tagesordnungspunkte waren vorgesehen:

1. Begrüßung 

2. Tätigkeitsberichte der Vorsitzenden, Verbandsbetreuung und Geschäftsführung

3. Kassenberichte und Voranschläge

4. Entlastung der Vorstände

5. Wahlen zum Vorstand und Beirat bei der Saatgetreideerzeugervereinigung Mfr. e.V.

6. Sonstiges, Wünsche und Anträge

7. Besichtigung der Saatzucht Streng-Engelen, mit Führung durch die Feldversuche und Sortenpräsentation anlässlich des Jubiläumsfeldtags der IG Pflanzenzucht

Anschließend: Einladung der Saatzucht Streng zu einem kleinen Mittagsimbiss.

 

 

 

Die neue Webseite der pflanzlichen Erzeugerringe Mittelfranken

Verehrte Mitglieder, Gäste und Kunden der mittelfränkischen Erzeugerringe.

Herzlich willkommen bei unserem neuen Internetauftritt.

Wir möchten mit diesen Seiten dazu beitragen, dass Sie sich schnell und umfassend zu allen Bereichen des Pflanzenbaus informieren können.

Ergänzend zu unserem bewährten schriftlichen Informationsangebot (Rundschreiben, Beratungsfax/-Email), der telefonischen Beratung (Pflanzenbauhotline, ER-Direkt) und der persönlichen Betriebsberatung vor Ort, können Sie über unsere Homepage noch mal gesammelt alle Informationen abrufen.

Darüber hinaus enthält unser Webauftritt auch Aktuelles und Neuigkeiten rund um den Pflanzenbau und wir informieren Sie über unser Dienstleistungsangebot und unsere Arbeit beim Erzeugerring. So finden Sie auch zahlreiche Angebote, die Ihnen helfen sollen, Ihre Betriebsführung zu optimieren. Diese Webseite kann natürlich nicht den persönlichen Beratungskontakt ersetzen, darum finden Sie hier auch alle Information und Kontaktdaten unserer mittelfränkischen und bayerischen Ansprechpartner.

Wir werden die Inhalte unserer Webseiten auf den neuesten Stand halten und unseren Service für Sie ausbauen. Für Ihre Anregungen sind wir jederzeit erreichbar.
Und nun viel Spaß auf unseren Seiten, mit einem herzlichen Gruß.
 
Ingo Treiber                              
1. Vorsitzender ER lw. Pflanzl. Qualitätsprodukte Mfr. e.V.                           

Andreas Heyder                            
1. Vorsitzender ER f. Saat- u. Pflanzgut Mfr. e.V.

Heiko Bernreuther
1. Vorsitzender ER f. Qualitätskartoffeln Mfr. e.V.

Jürgen Reingruber
ER - Geschäftsführer